Die ersten Tage des neuen Jahres vergingen und unsere Helden starteten zu ihrem umfangreichsten Ausflug. Per Boot fuhren sie in die ehemalige portugiesische Kolonie Macau. Die als das "Las Vegas Asiens" bekannte Stadt überwältigte unsere Reisenden schon kurz nach dem sie Land betraten. Auf dem Weg Richtung Innenstadt, begegneten sie gewaltigen Casino-Bauten, wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten. So bestaunten sie riesige Gebäude in Form eines künstlichen Vulkans, einfach gigantisch und goldfarben, oder mit einer Anlage, die das Gefühl vermittelte, doch glatt im Orient zu sein. Das zentral gelegene "Grand Lisboa" jedoch, topte alles. Unübersehbar überragte der güldene Turm in seiner palmenartigen Form den zugehörigen Hotelkomplex, welcher sich am Tag noch wunderschön in die allgegenwärtigen, portugiesischen Kolonialbauten einreihte. Zur Nacht jedoch war dieser kaum wieder zu erkennten und blinkte und strahlte gemeinsam mit dem "Palmenturm" in den buntesten Farben. Viele Stunden lang schlenderten Daniel und Anna durch Macau und bewunderten den Kontrast zwischen den westlichen Bauten und den so typisch chinesischen Gassen mit ihren kleinen Märkten. Selbstverständlich ließen sich unsere Zwei die Ehrfahrung des Glücksspiels nicht entgehen und verbrachten die ganze Nacht im "Wynn", einem prächtigen Casino, welches jede Viertelstunde mit einer musiklischen Wasserfontänen-Show Aufmerksmkeit erregte. Um der Verlockung nicht zu verfallen, setzten sie sich jeweils ein Limit von 50 Hong Kong Dollar (etwa 5 Euro). Innerhalb kürzester Zeit verspielte Daniel seinen Geldbetrag, während Annas Einsatz noch einige Stunden Unterhaltung an den Spielautomten bot und sich letztlich mit unfassbarem Glück verzehnfachte. Die Krönung ihres Ausfluges war eine atemberaubende Show im Foyer des Wynn. Von Musik, Rauch und Lichteffekten untermalt, öffnete sich im Kreise einer Zuschauermenge der Boden und enthüllte eine gigantische Drachenstatue, die bis an die Decke ragte. Im selben Augenblick begann sich die Decke ebenfalls zu öffnen und gab den Blick auf einen riesigen Bildschirm frei, welcher mit seinen Feuereffekten eine Atmosphäre schaffte, die die sich bewegende Statue beinahe echt wirken ließ.
Anlässlich des neuangebrochenen Jahres ist es chinesische Tradition sich in Tempeln und Klöstern Glück, Wohlstand und Gesundheit für Freunde und Familie zu wünschen. Ebenfalls nutzen viele die spirituelle Umgebung um sich ihre Zukunft vorhersagen zu lassen. Um diesen Bräuchen nachkommen zu können, befinden sich überall in Hong Kong etliche Tempelanlagen, welche dieser Tage zu regelrechten Pilgerstätten werden.
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